| 1.
Spielfeld und Geräte |
| 1.1 |
| Altersklasse |
Spielfeld |
Leinenhöhe |
Ballgewicht |
Ballberühr. |
Luftdruck |
| Männer |
50 x 20 m (Halle: 40 x 20 m) |
2,00 m |
350 - 380 g |
3 |
0,55 - 0,75 bar |
| Frauen |
50 x 20 m (Halle: 40 x 20 m) |
1,90 m |
320 - 350 g |
3 |
0,55 - 0,75 bar |
| Jugend (männl.) |
50 x 20 m (Halle: 40 x 20 m) |
2,00 m |
350 - 380 g |
3 |
0,55 - 0,75 bar |
| Jugend (weibl.) |
50 x 20 m (Halle: 40 x 20 m) |
1,90 m |
320 - 350 g |
3 |
0,55 - 0,75 bar |
| SchülerInnen |
40 x 20 m |
1,80 m |
320 - 350 g |
3 |
0,55 - 0,75 bar |
| Mini A |
28 x 15 m |
1,60 m |
290 - 320 g |
4 |
0,40 - 0,60 bar |
| Mini B |
18 x 9 m |
1,60 m |
290 - 320 g |
4 |
0,40 - 0,60 bar |
|
| 1.2 |
Das Spielfeld wird durch eine Mittellinie in zwei
Mannschaftsfelder (Felder) geteilt. Parallel zu der Mittellinie im
Abstand von 3 m verläuft in jedem Mannschaftsfeld die Angabelinie. |
| 1.3 |
Grenz- und Angabelinien sowie die Mittellinie sind auf
dem Boden deutlich sichtbar zu markieren (nicht schmäler als 5 cm und
nicht breiter als 12 cm). Die Grenzlinien gehören zum Feld, die
Mittellinie gehört beiden Feldern gemeinsam. Ein Ball, der diese Linie
berührt, ist im Feld. Halle:
Jede Berührung der Seitenwände durch den Ball ist ein Fehler. Die
gesamte Hallendecke gehört bei Ballaufnahme und Zuspiel zum Feld; ein
Ball, der sie berührt, darf weitergespielt werden. Berührung bei der
Angabe oder beim Rückschlag ist ein Fehler der ausführenden Mannschaft. |
| 1.4 |
Über zwei im Schnittpunkt von Mittellinie und beiden
Seitenlinien senkrecht und frei stehende Pfosten ist in entsprechender
Höhe straff gespannt:
- ein Netz oder Band mit einer senkrecht gemessenen Breite von 3 - 6
cm und einer Hell-Dunkelfärbung im gleichmäßigen Abstand von 15 - 20
cm, oder
- eine 5 - 8 mm starke Rundleine
Halle:
Wenn keine freistehenden Pfosten aufgestellt werden können, ist deren
Verankerung auf den Boden oder an der Wand erlaubt.
Können die Pfosten nicht im Schnittpunkt von Mittellinie und
Seitenlinie angebracht werden, so muss die über diesen Punkt liegende
Netz-(Band-/Leinen-)Begrenzung durch sog. Ersatzpfosten sichtbar gemacht
werden.
Berührung der Verankerung oder eines außerhalb des Schnittpunktes
befindlichen Pfostens durch den Ball ist kein Fehler.
Netz -(Band-/Leinen-) Verlängerungen gelten als Verankerungen,
Berührungen durch den Ball oder den Spieler sind keine Fehler.
Das Berühren der über der Leinenhöhe liegenden Pfostenteile durch den
Ball oder den Spieler sind Fehler. |
| 1.5 |
Zuschauer, benachbarte Spielfelder und andere Hindernisse müssen 6 m
( in der Hall 0,50 m ) von den Seiten- und 8 m ( in der Halle 1 m ) von
den Hinterlinien entfernt sein. Der Auslauf ist durch unterbrochene
Linien deutlich zu markieren. |
| 1.6 |
Der Faustball ist ein luftgefüllter Hohlball in weißer Grundfarbe
mit maximal 20 % - auf mehrere Kleinflächen aufgeteilte - Farbflächen,
der gleichmäßig rund und straff aufgepumpt sein muss. |
| 1.7 |
Vor dem Spiel nimmt der Schiedsrichter mit den beiden
Mannschaftsführern die Auslosung vor. Der Mannschaftsführer, der beim
Losen gewinnt, wählt
- das Feld oder
- den Ball und damit die erste Angabe.
|
| 1.8 |
Jede Mannschaft stellt für das Spiel mindesten eine regelgerechten
Ball. Der Schiedsrichter prüft vor Spielbeginn alle vorgelegten Bälle.
Die Bälle, mit denen nicht gespielt wird, bleiben unter seiner
Kontrolle.
Legt eine Mannschaft vor Spielbeginn keinen Ball vor, so hat sie die
Ballwahl für das gesamte Spiel verwirkt.
Legen beide Mannschaften vor Spielbeginn keinen spielfähigen Ball
vor, so findet das Spiel nicht statt. Über Strafmassnahmen entscheidet
die Spielleitung.
Während der Spielzeit kann der Schiedsrichter eine vor Spielbeginn
geprüften weiteren Ball ins Spiel bringen, wenn der Ball nicht
unmittelbar und zur sofortigen Fortsetzung des Spieles zurückgebracht
wird, verloren geht oder die Spielfähigkeit verliert.
Hat die Mannschaft mit Ballwahl mehrere Bälle aufgelegt, wird das
Spiel sofort mit einem dieser Bälle fortgesetzt. Ein Rücktausch ist in
diesem Fall nicht möglich.
Hat die Mannschaft mit Ballwahl nur einen Ball aufgelegt, wird das
Spiel sofort mit einem Ball des Gegners so lange fortgesetzt, bis ihr
Ball wieder regelgerecht ins Spiel gebracht werden kann.
Hat eine Mannschaft den Ball des Gegners gewählt, so hat sie auch die
weiteren vorgelegten Bälle des Gegners gewählt.
Mit den weiteren Bällen des Gegners wird weitergespielt, sofern der
erste Ball nicht unmittelbar und zur sofortigen Fortsetzung des Spieles
zurückgebracht wird, verloren geht oder die Spielfähigkeit verliert. Ein
Rücktausch ist in diesem Fall nicht möglich. |
| |
| 2.
Mannschaft |
| 2.1 |
Zu einer Mannschaft gehören 5 Spieler und 3 Auswechselspieler, die
von ihrem ersten Eintritt ins Spiel an fester Mannschaftsteil werden. Es
haben wenigsten 4 Spieler zu spielen, die sich bis Ende des Spieles auf
5 ergänzen dürfen. Unter den 8 Spielern darf beliebig ausgewechselt
werden. |
| 2.2 |
Ergänzungen und Auswechslungen dürfen von der angebenden Mannschaft
nur nach einem Spielgang und vorheriger Meldung beim Schiedsrichter
erfolgen. Eine Ergänzung oder die Auswechslung (Eintritt und Verlassen)
hat in der Höhe der eigenen Angabelinie zu erfolgen. Beide
Mannschaften dürfen ergänzen oder auswechseln, wenn der Schiedsrichter
das Spiel unterbrochen hat.
Erfolgt Ergänzung oder Auswechslung ohne Meldung bei dem
Schiedsrichter oder befinden sich mehr als 5 Spieler im Feld, bricht der
Schiedsrichter den Spielgang ab und entscheidet auf Gutball für den
Gegner.
Meldet die Mannschaft, die nicht das Angaberecht hat, eine
Ergänzung/Auswechslung an, hat der Schiedsrichter vor Beginn des neuen
Spielganges diese zu unterbinden. |
| 2.3 |
Ergänzungen oder Auswechslungen haben ohne Verzögerung zu erfolgen. |
| 2.4 |
Einer der Spieler ist Mannschaftsführer und als solcher namhaft und
mit einer entsprechenden Armbinde kenntlich zu machen. Er ist der
alleinige Sprecher der Mannschaft während des Spieles und sorgt vor und
nach dem Spiel für den Spielgruß. Der Mannschaftsführer bleibt auch
nach seiner Auswechslung in seinem Amt, es sei denn, er muss wegen
Verletzung oder Feldverweis den Platz verlassen. Die Mannschaft bestimmt
dann einen neuen Mannschaftsführer. |
| 2.5 |
Zu Wettspielen hat jede Mannschaft in ordentlicher, in Form und
Farbe einheitlicher Spielkleidung anzutreten. |
| 2.6 |
Oberbekleidung mit langen oder kurzen Ärmeln gilt als einheitlich.
Das Spielen mit langen Hosen ist grundsätzlich nicht gestattet. Es
kann vom Internationalen Faustball-Verband oder von einzelnen
Mitgliedsverbänden unter der Voraussetzung zugelassen werden, dass alle
Spieler einer Mannschaft in Form und Farbe einheitliche Hosen tragen.
Schuhe mit Metalldornen sind nicht zugelassen. |
| |
| 3.
Spieldauer |
| 3.1 |
Es wird nach Gewinnsätzen gespielt. |
| 3.1.1 |
Ein Spiel ist beendet, sobald eine Mannschaft zwei Sätze gewonnen
hat. |
| 3.1.2 |
Ein Satz ist gewonnen, sobald eine Mannschaft 20 Gutbälle bei einer
Differenz von mindestens 2 Gutbällen erzielt hat; andernfalls wird
sofort bis zu einer Differenz von 2 Gutbällen weiter gespielt. Ein Satz
endet spätestens, wenn eine Mannschaft 25 Gutbälle erzielt hat. |
| 3.1.3 |
Nach dem ersten Satz wechseln Feld, Ballwahl und damit die erste
Angabe. |
| 3.1.4 |
Vor einem notwendigen werdenden dritten Satz wird neu gelost. Sobald
eine Mannschaft 10 Gutbälle erzielt hat, wechseln Feld, Ballwahl und
damit die erste Angabe. |
| 3.1.5 |
Zwischen den einzelnen Sätzen beträgt die Pause höchstens 2 Minuten. |
| 1. Anmerkung |
| |
Für Einzelspiele (1 Spiel pro Spieltag) gelten die
Ziffern 3.1 - 3.1.5 mit folgenden Abweichungen: |
| 3.1.6 |
Ein Spiel ist beendet, sobald eine Mannschaft drei
Sätze gewonnen hat. |
| 3.1.7 |
Vor einem vierten Satz beträgt die Pause 10 Minuten. |
| 3.1.8 |
Vor einem notwendigen werdenden fünften Satz wird neu
gelost. Sobald eine Mannschaft 10 Gutbälle erzielt hat, wechseln Feld,
Ballwahl und damit die erste Angabe. |
| 2. Anmerkung |
| |
Die Mitgliedsverbände können für ihren Spielbetrieb
festlegen, dass ein Satz gewonnen ist, sobald eine Mannschaft 15
Gutbälle erzielt hat. Dabei gelten die Ziffern 3.1 - 3.1.6 mit
folgenden Abweichungen : |
| 3.2.1 |
Ein Satz ist gewonnen, sobald eine Mannschaft 15
Gutbälle bei einer Differenz von mindestens 2 Gutbällen erzielt hat;
andernfalls wird sofort bis zu einer Balldifferenz von 2 Gutbällen
weitergespielt. Jeder Satz endet jedoch, wenn eine Mannschaft 20
Gutbälle erzielt hat. |
| 3.2.2 |
Vor einem notwendigen werdenden dritten ( Ziffer 3.1.4
) bzw. fünften ( Ziffer 3.1.8 ) Satz wird neu gelost. Sobald eine
Mannschaft 8 Gutbälle erzielt hat, wechseln Feld, Ballwahl und damit die
erste Angabe. |
| 3. Anmerkung |
| |
Der Internationale Faustball-Verband und die
Mitgliedsverbände können in ihrem Spielbetrieb das Spielen nach Sätzen
zeitlich begrenzen. Dabei gelten die Ziffern 3.1 - 3.1.8 mit folgenden
Ergänzungen : |
| 3.3 |
Jeder Satz endet jedoch nach 15 Minuten, auch wenn die
Balldifferenz nur 1 Gutball beträgt. |
| 3.3.1 |
Nach unentschiedenem Ausgang eines Satzes wird weiter
gespielt, bis eine Mannschaft zwei weitere Gutbälle erzielt hat:
- Fällt das Ende des Satzes durch die Zeitbegrenzung in einen
laufenden Spielgang, so wird das Spiel unterbrochen und die letzte
Angabe wiederholt.
- Fällt das Ende des Satzes durch die Zeitbegrenzung mit dem Ende
des Spielganges zusammen, so hat diejenige Mannschaft das Angaberecht,
die den letzen Fehler gemacht hat.
|
| 3.3.2 |
Beginn und Ende eines Satzes mit Zeitbegrenzung werden
akustisch angezeigt. Jeder Satz endet nach Auszählen der letzen 5
Spielsekunden mit Beginn des Signals. Durch Unterbrechung oder
Verzögerung verlorene Zeit muss im gleichen nachgespielt werden. |
| 4. Anmerkung |
| |
Die Mitgliedsverbände können in ihrem Spielbetrieb auch
nach Zeit spielen. Dabei gilt: |
| 3.4 |
Die Spieldauer beträgt 2 x 15 Minuten oder 2 x 10
Minuten mit einer Halbzeitpause von höchstens 2 Minuten. Durch
Unterbrechung oder Verzögerung verlorene Zeit muss in der gleichen
Halbzeit nachgespielt werden.
Beginn und Ende jeder Halbzeit werden akustisch angezeigt. Jede
Halbzeit endet nach Auszählen der letzen 5 Spielsekunden mit dem Beginn
des Signals.
Nach der Halbzeit wechseln Feld, Ballwahl und damit die erste Angabe. |
| 3.4.1 |
Soll nach unentschiedenem Ausgang eine Entscheidung
hergeführt werden, wird das Spiel verlängert: 1. Verlängerung:
Auslosung nach Ziffer 1.5, Spieldauer 2 x 5 Minuten. Bei Unentschieden
folgt die
2. Verlängerung: Auslosung nach Ziffer 1.5, Spieldauer 2 x 5
Minuten. Bei erneutem Unentschieden wird bis zu einer Balldifferenz von
2 Gutbällen weitergespielt:
- Fällt das Ende dieser Spielzeit in einen laufenden Spielgang, so
wird das Spiel unterbrochen und die letzte Angabe wiederholt.
- Fällt das Ende der Spielzeit mit dem Ende eines Spielganges
zusammen, so hat diejenige Mannschaft das Angaberecht, die den letzten
Fehler gemacht hat.
Zwischen den einzelnen Verlängerungen beträgt die Pause höchstens 2
Minuten. In der Verlängerung gibt es keine Halbzeitpause. |
| |
| 4.
Spielgang |
| 4.1 |
Jeder Spielgang beginnt mit der Angabe und endet mit
dem ersten darauffolgenden Fehler, dem Ende eines Satzes bzw. einer
Halbzeit oder einer sonstigen Spielunterbrechung. |
| 4.2 |
Nach jedem Fehler wird der Ball von der Mannschaft, die
den Fehler machte, neu angegeben. Nach einer sonstigen
Spielunterbrechung wird die letzte Angabe wiederholt. |
| Anmerkung |
| |
Unter "sonstigen Spielunterbrechungen" ist jede
Unterbrechung zu verstehen, die nicht durch eine Fehler nach den Regeln
verursacht worden ist, also z.B. wegen Zuschauerbehinderung, Eindringen
von Menschen oder Tieren ins Spielfeld, Tätlichkeiten unter Spielern
u.ä.. |
| 4.3 |
Gewertet werden nur Fehler während eines Spielganges. |
| 4.4 |
Berührungen von Band, Leine oder Pfosten während eines
Spielganges durch Spieler oder Ball ist ein Fehler. |
| 4.5 |
Jeder Ball, der während eines Spielganges außerhalb des
Spielfeldes zu Boden fällt , bringt der Mannschaft einen Fehler, die ihn
zuletzt berührte. Wird der Ball außerhalb des Auslaufes von einem
Nichtspieler aufgefangen, so gilt er als zu Boden gefallen; es ist
Fehler gegen die Mannschaft zu geben, die ihn zuletzt berührt hatte. Das
gleiche gilt bei Auffangen des Balles innerhalb des Auslaufes, wenn der
Ball von der schlagberechtigten Mannschaft offensichtlich nicht mehr
gespielt werden kann. Andernfalls gilt das Auffangen als Behinderung. |
| 4.6 |
Grundloses Verweilen von Spielern während eines
Spielganges im Gegenfeld ist ein Fehler. |
| |
| 5.
Schlag |
| 5.1 |
Unter Schlag ist jede kurzzeitige Berührung des Balles
mit der Faust oder dem Arm zu verstehen. Der Ball darf nicht geschoben
werden. |
| 5.2 |
Der Ball darf mit der Faust oder mit dem Arm nur einmal
geschlagen werden. |
| 5.3 |
Beim Schlag mit der Faust müssen die Fingerkuppen den
Handteller berühren, der Daumen muss angelegt sein. Beim Schlag mit dem
Arm darf die Hand geöffnet sein. |
| |
| 6.
Angabe |
| 6.1 |
Die Angabe darf von jedem Spieler ausgeführt werden. |
| 6.2 |
Zur Angabe muss der Anschläger den Ball aus seiner Hand
sichtbar abwerfen und unmittelbar über das Netz (Band/Leine) schlagen. |
| 6.2.1 |
Die Angabe ist gültig, wenn der Ball den Boden im
Gegenfeld oder innerhalb oder außerhalb des Gegenfeldes einen Gegner
berührt. |
| 6.3 |
Die Angabe darf im Laufen, Springen, Stehen oder Gehen
erfolgen. Laufen und Springen sind jedoch nur zulässig, wenn die erste
Bodenberührung nach der Angabe vor der Angabelinie erfolgt.
Die Angabe im Stehen beinhaltet bereits die erste Bodenberührung, wenn
die zweite Bodenberührung nicht durch das Standbein erfolgt.Eine
Angabe aus dem Gehen führt zu einer Angabe im Stehen und ist daher nach
Absatz 3 gültig. |
| 6.3.1 |
Während der Angabe darf sich kein Spieler der
angebenden Mannschaft im Gegenfeld befinden. |
| 6.3.2 |
Die Angabelinie, der Raum zwischen Mittel- und
Angabelinie und der Boden außerhalb des Spielfeldes dürfen vom
Anschläger erst dann betreten werden, wenn seine erste Bodenberührung
nach der Angabe vor der Angabelinie erfolgt hat. Nach einer Angabe im
Springen ist eine gleichzeitige Bodenberührung eines Fußes vor und eine
Fußes nach der Angabelinie als Fehler zu werten. |
| 6.3.3 |
Der Anschläger darf mit einem Bein über die Angabe-
oder Seitenlinie hinüberspreizen. |
| 6.4 |
Die Angabe ist ohne Verzögerung zu beginnen und
durchzuführen. Eine Verzögerung ist gegeben, wenn der Ball nach einem
Pfiff des Schiedsrichters nicht binnen 15 Sekunden geschlagen wird. Der
Pfiff des Schiedsrichters kann erfolgen, sobald sich der Ball auf dem
Spielfeld der anschlagberechtigten Mannschaft befindet. |
| 6.4.1 |
Wird eine begonnene Angabe nicht durchgeführt, weil der
Ball nicht mehr geschlagen wird, ist dies ein Fehler. |
| |
| 7.
Rückschlag und Zuspiel |
| 7.1 |
Der Ball darf in jedem Feld
- nur einmal von demselben Spieler,
- nur dreimal im ganzen geschlagen werden,
- nur einmal vor jedem Schlag den Boden berühren.
|
| 7.1.1 |
Schlagen zwei Spieler einer Mannschaft den Ball
gleichzeitig, so gilt dies für zwei Schläge. |
| 7.2 |
Der Ball ist gültig zurückgeschlagen, wenn er über das
Netz (Band / Leine) geschlagen wird und darauf im Gegenfeld den Boden
oder innerhalb oder außerhalb des Feldes den Gegner berührt. |
| 7.2.1 |
Ein unter dem Netz (Band / Leine) durch unmittelbaren
Schlag in den Luftraum des Gegenfeldes geschlagener Ball wird mit dem
Unterschreiten des Netzes ungültig. |
| 7.3 |
Das Schlagen im Gegenfeld über das Netz (Band / Leine)
hinweg vom eigenen Feld ist erlaubt. |
| 7.4 |
Zum Rückschlag ist eine Mannschaft auch dann
berechtigt, wenn der aus dem Gegenfeld geschlagene oder vom Boden im
Gegenfeld geschlagene oder der vom Boden im Gegenfeld weggesprungene
Ball das Netz noch nicht überschritten hat. |
| 7.5 |
Das Zurückspielen des Balles unter dem Netz (Band /
Leine) ist gestattet, wenn er vom Boden des eigenen Feldes weg unter dem
Netz durchgesprungen ist und noch nicht den Boden berührt hat. |
| 7.5.1 |
Das Zurückspielen des Balles aus dem Gegenfeld über das
Netz (Band / Leine) hinweg ins eigene Feld ist ein Fehler. |
| 7.5.2 |
Ein Ball, der vom Boden weggesprungen und ohne
Berührung durch die schlagberechtigte Mannschaft unter dem Netz ( Band /
Leine ) ins Gegenfeld gelangt ist, darf vom Gegner nicht berührt werden,
bevor er in dessen Feld zu Boden gefallen ist. Diese Regel ist nicht
anwendbar, wenn der Ball nach dem zweiten Schlag den Boden im eigenen
Feld berührt hat. |
| 7.6 |
Berührt der Ball unmittelbar nach einem Block
- das Netz ( Band / Leine ),
- den Pfosten,
- die Mittellinie,
- oder fällt er außerhalb des Feldes zu Boden oder in direktem Flug
unter dem Netz (Band / Leine) hindurch, zählt dies nicht als Fehler.
Die letze Angabe wird wiederholt.
Halle: Berührt der Ball nach einen Block die Decke oder die
Wand außerhalb des Spielfeldes wird die letzte Angabe ebenfalls
wiederholt. |
| Anmerkung |
| |
Ein Block ist nur gegeben, wenn die Aktion beider
Spieler (Rückschläger und Blockspieler) im Kampf um den Ball unmittelbar
am Netz (Band / Leine) erfolgt, das heisst, in einem Bereich, in dem
beide Spieler den Ball erreichen können und auch schlagberechtigt sind.
Dabei muss die Aktion des blockenden Spielers darauf abzielen, den vom
Gegner kommenden Ball abzuwehren. Ein Teil eines Armes oder einer Faust
muss dabei über das Netz gebracht werden. |
| 7.6.1 |
Nach einem Block ist der erste Schlag für die
Mannschaft, in deren Feld der Ball gelangt, für ihre beteiligten Spieler
nicht vergeben. Die Mannschaft hat das Recht auf drei weitere
Ballberührungen. |
| 7.7 |
Ist der Ball beim Versuch, ihn zuzuspielen oder
zurückzuschlagen, über die Seiten- oder Hinterlinie des eigenen Feldes
geflogen, so darf er weitergespielt werden, solange er den Boden nicht
berührt hat. Der Ball darf sowohl einem Mitspieler zugespielt als auch
unmittelbar über das Netz (Band / Leine) geschlagen werden. |
| 7.8 |
Wird ein Spieler von einem Gegner behindert, so bringt
das der behinderten Mannschaft einen Vorteil. Ist ein Spieler
schlagberechtigt, so hat diese stets Vorrang und darf auch im Gegenfeld
nicht behindert werden. |
| 7.8.1 |
Werden ein Spieler oder ein Spielgang durch Zuschauer,
Spielrichter oder andere Hindernisse innerhalb des Spielfeldes oder des
Auslaufes behindert, so ist kein Fehler zu geben. Die letzte Angabe wird
wiederholt. Behinderung durch die Schuld von Mitspielern,
Auswechselspielern und Betreuern ist ein Fehler der eigenen Mannschaft. |
| |
| 8.
Wertung |
| 8.1 |
Jeder Fehler wird als Gutball für die gegnerische
Mannschaft gewertet. |
| 8.2 |
Die erzielten Gutbälle werden für jede Mannschaft mit
arabischen Ziffern in zeitlicher Reihenfolge im Spielbericht
eingetragen. |
| |
| 9.
Spielrichter |
| 9.1 |
Jedes Spiel wird von einem Spielrichter geleitet, dem
zwei Linienrichter und ein Anschreiber zur Seite stehen. |
| 9.2 |
Der Schiedsrichter wacht über die Einhaltung der
Spielregeln und entscheidet alle Fragen selbständig. Seine
Tatsachenentscheidungen sind unanfechtbar. |
| 9.2.1 |
Der Schiedsrichter überzeugt sich vor dem Spiel von dem
regelgerechten Zustand des Spielfeldes, der Bälle und der
Spielbekleidung, sorgt für die Richtigkeit des Spielberichtes und führt
die Auslosung durch. Beim Spiel nach Zeit sorgt er auch für die
Zeitnahme, die jedoch auch zentral erfolgen kann. Der Schiedsrichter
bleibt weiterhin für sein Feld verantwortlich. |
| 9.2.2 |
Er öffnet und schließt das Spiel und hat das Recht, es
zu unterbrechen und abzubrechen. Spielunterbrechung, Nachspielzeiten und
Vorteile werden von ihm durch Pfiff, Zuruf oder durch deutlich
sichtbares betreten des Spielfeldes angezeigt. Beim Spiel nach Zeit
werden von ihm auch Beginn und Ende der Halbzeit angezeigt.
Die Dauer der Nachspielzeit ist unmittelbar nach dem Spielgang
(Unterbrechung) oder Spielverzögerung bekannt zu geben. |
| 9.2.3 |
Jeden Gutball gibt er laut bekannt; gleichzeitig zeigt
er in die Richtung der Mannschaft, die den Gutball erzielt hat.
Entscheidet er auf Wiederholung der letzten Angabe, zeigt er in Richtung
beider Mannschaften.
Er sorgt für richtige Buchung durch den Anschreiber und für eine
laufende Ansage oder Anzeige des Spielstandes. |
| 9.2.4 |
Der Schiedsrichter hält sich während dem Spiel
außerhalb des Spielfeldes auf; Ausnahme siehe Ziffer 9.2.2. |
| 9.2.5 |
Nach dem Spiel gibt er das Ergebnis bekannt. Die
Richtigkeit der Eintragungen im Spielbericht sind vom Schiedsrichter,
Anschreiber und beider Mannschaftsführer durch Unterschrift zu
bestätigen. |
| 9.3 |
Die Linienrichter haben ihren Stand an den Endpunkten
der dem Schiedsrichter gegenüberliegenden Seitenlinien. Sie unterstützen
den Schiedsrichter in der Leitung des Spieles, indem sie Ausbälle durch
erheben des Armes oder der Fahne anzeigen. |
| 9.4 |
Der Anschreiber hat seinen Platz in der Nähe des
Schiedsrichters und bucht nach dessen Zuruf die Gutbälle beider
Mannschaften. |
| |
nach
oben |
| |
| 10.
Strafen |
| 10.1 |
Bei unsportlichen Verhalten hat der Schiedsrichter das
Recht, je nach Schwere des Verstoßes folgende Strafen zu verhängen:
- Verwarnung (gelbe Karte),
- Ausschluss im laufenden Spiel, bis beide Mannschaften zusammen 10
Gutbälle erzielt haben ("Zeitstrafe"; gelbe und rote Karte),
- Feldverweis (rote Karte)
|
| 10.2 |
Ein zeitweilig ausgeschlossener Spieler darf während
dieser Spielzeit nicht ersetzt werden. Hat die von einem Ausschluss
betroffene Mannschaft nach dem Spielgang, welcher der Beendigung der
Zeitstrafe folgt, kein Angaberecht , so unterbricht der Schiedsrichter
das Spiel, um das Ergänzen zu ermöglichen.
Wird bei noch laufender Spielzeit ein weiterer Spieler zeitweilig
ausgeschlossen oder des Feldes verwiesen, so ist das Spiel abzubrechen. |
| 10.3 |
Ein Spieler, der in einem Spiel Feldverweis erhielt,
darf in diesem Spiel nicht ersetzt werden. |
| 10.4 |
Bei der ersten Spielverzögerung ( Ziffer 2.3 oder 6.4 )
verwarnt der Schiedsrichter die Mannschaft. Die Verwarnung ist gegenüber
dem Mannschaftsführer auszusprechen. |
| 10.5 |
Bei allen weiteren Zeitverzögerungen gibt der
Schiedsrichter einen Gutball für den Gegner ( "Strafball" ). |
| 10.6 |
Beim Spiel nach Zeit ist die Zeit aller
Spielverzögerungen nachzuspielen. |